Filmriss?

“Aha”, werden einige mittlerweile denken, “wieder so ein Bootsbau-Projekt, dass auf halber Strecke gestrandet ist.”

Nun… glücklicherweise ist dem nicht so. Allerdings hat sich zwischenzeitlich mal mein Laptop verabschiedet und mit ihm so gut wie alle Fotos vom Bau.

Eigentlich war das Boot schon im August so gut wie fertig. Eigentlich….

Wären da nicht noch das Antifouling, die Umrüstung des Motors von Pinne auf Fernsteuerung und ein paar andere Kleinigkeiten gewesen, die den Stapellauf mit Beginn des Urlaubs doch noch vereitelt haben. Aber gut… nun ist ja erstmal wieder Winterzeit und damit genug Gelegenheit, alle noch anstehenden Arbeiten schön gemütlich bis zum nächsten Saisonstart fertigzustellen. Und natürlich… auch den Blog mit den noch geretteten Fotos etwas auf Vordermann zu bringen (weiterführende Kommentare folgen noch ;-))

Captains Chair

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Achterdeck

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Vordeck und Schanz

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Konsole

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Montage des Schandecks

Manchmal ist es schon erstaunlich, wie wenig der gefühlte Arbeitsaufwand und das letzlich sichtbare Ergebnis korrelieren. Bei der Montage des Schandecks wurde mir diese Divergenz wieder einmal drastisch vor Augen geführt. Die Arbeitsschritte im einzelnen:

  1. Aussägen der Konsolen
  2. Halterungen für die Konsolen fräsen
  3. Befestigungsleisten entlang des Scheergangs anbringen
  4. Anpassen der Konsolen für jede Position, damit die innere Leiste über die ganze Länge schön lotrecht verläuft
  5. Aussägen der Planken für das Schandeck
  6. Verleimen der Halterungen am Rumpf
  7. Anbringen der Konsolen in den Halterungen
  8. Schäften der inneren Leiste
  9. Anbringen der inneren Leiste an den Konsolen
  10. Verklebung des Schandecks
  11. Schauen, wie viel Arbeit man am Ende des ganzen Prozederes gar nicht mehr sieht.

Zur Illustration eine kurze Diavorführung:

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Fortsetzung Innenausbau

Getreu dem Motto “planen ist gut, Kontrolle ist besser”, beschloss ich, vor dem Zersägen des teureren Sperrholzes erst einmal ein Baumuster aus weitaus günstigeren MDF Platten für die Steuerkonsole anzufertigen.

Eine der Herausforderungen hierbei war, eine Konsole zu entwerfen, welche einerseits schön ergomisch sein sollte, sich andererseits aber auch gut in die Proportionen des Boots einfügen sollte. Bei meinen 1,90 Größe eine teils widersprüchliche Anforderung, zumal das Fahren ja sowohl stehend, als auch sitzend schön bequem sein sollte.

Schnell stellte sich dabei heraus, dass meine ursprünglich geplante Version irgendwie zu groß und dominierend erschien, sodass ich in guter alter Bildhauer Manier die Formen direkt am Objekt ausarbeitete.

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Nachdem meine Frau zum Probesitzen am provisorisch eingerichteten Platz für den 1. Offizier vorbeikam, konnte mein Konzept erfolgreich abgenommen werden. Größe, Ergonomie und Gesamterscheinung scheinen stimmig 🙂

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Tooltime

Bevor es mit dem Boot weitergeht, an dieser Stelle noch ein Exkurs zum Thema “Werkzeugbau”. Zum Fräsen von allerlei Leisten, war es an der Zeit, meine Werkstatt mit einem mobilen Frästisch zu ergänzen:

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Natürlich mit Höhen-Feineinstellung von der Oberseite aus 😉

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Das erste Werkstück: ein Streichmaß

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Vordeck und Ankerkasten

Eine der Gemeinsamkeiten, die man in sehr vielen Blogs über Bootsbau entdeckt, ist die immer wiederkehrende Aussage, dass der ursprünglich angedachte Arbeits- und Zeitaufwand deutlich unterschätzt wird.

Einer der Bauabschnitte, in denen diese Erkenntnis auch bei mir wieder zu Tage trat, war das Anfertigen und Anpassen der Streben für das Vordeck, was sich vor allem dank der gewölbten Form als etwas kniffelig erwies, da jede einzelne Strebe entsprechend angepasst werden muß, damit am Ende alles schön strakt.

In einem ersten Schritt laminierte ich mir deshalb eine Art “Urform”, welche die Wölbung am Vordeck-Schot festlegen sollte:

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Danach erfolgte die Abnahme des erforderlichen Biegeradius für jede Position, sowieletztlich das Laminieren der Streben aus jeweils 3 Lagen Kiefernleisten.

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Bevor die Streben endgültig per Epoxydverklebung ihren angestammten Platz fanden, kam erneut die Straklatte zum Einsatz, um letzte Korrekturen vorzunehmen und die Aussparungen entsprechend feinzutunen.

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Ausserdem wurde vorher noch der Zwischenboden für den Ankerkasten montiert.

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Die abschließende Erkenntnis dieser Bauphase: auch wenn es einmal etwas länger dauert, als gedacht – die Freude am Ergebnis entschädigt um so mehr.

Start Innenausbau

Ja, es ist schon eine feine Sache, wenn man an etwas arbeiten kann, das unverkennbar nach Boot aussieht und letztlich auch die ihm zugedachte Schwimmlage angenommen hat.  Die Motivation ist wieder voll da. Die Sägeblätter sind geschärft. Es geht eindeutig in Richtung Finale.

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Anbringen der Leisten zur Decksbefestigung

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Baumuster für das Vordeck-Schott